Die 5 größten Fehler, die Unternehmen bei der Suchmaschinenoptimierung machen

Vermeiden Sie die größten SEO-Fehler, bevor sie sich beim Umsatz bemerkbar machen.

Vermeiden Sie die größten SEO-Fehler, bevor sie sich beim Umsatz bemerkbar machen.

Es gibt in Unternehmen zwei verbreitete Herangehen bei der Erstellung und der Optimierung ihrer Webseiten. Die eine folgt dem Motto „Niemand kann es besser als ich selbst (oder meine unterbezahlte Praktikantin)“, die andere gibt sich generös und setzt auf Outsourcing, das darf dann durchaus eine vierstellige Summe pro Monat kosten.

Bei beiden Herangehensweisen an die Suchmaschinenoptimierung einer Unternehmenswebseite lauern Gefahren. Vor den 5 größten Fehlern, die Unternehmen bei der Erstellung und der Optimierung ihrer Webseite machen können, soll nun gewarnt werden:

 

1. Die Profis machen das schon!

Dieser Fehler droht Unternehmen, die die komplette Suchmaschinenoptimierung, online wie offline, komplett ausgegliedert haben. Ich möchte auf die drei zu hinterfragende Wörter in der Annahme „Die Profis machen das schon“ hinweisen.

 

Erstes Wort, das Sie hinterfragen sollten: „die Profis“

Wer sind die Menschen, die Sie mit der SEO für Ihre Unternehmenswebseite beauftragt haben? Ist es eine renommierte Agentur oder ein freiberuflicher SEO? Das eine oder das andere muss nicht per se schlecht sein, bei Agenturen sollten Sie genau hinschauen, wie die Reputation derselben ist. Ist die Agentur auf  Sie zugekommen, etwa mittels eines Anrufs oder eine Email? Seriöse SEO-Agenturen haben das nicht nötig. Wenn allerdings eine SEO-Agentur für SEO + Ihren Ort/ Stadt, in der Sie Ihren Unternehmenssitz haben, bei Google unter den ersten drei Positionen erscheint, dann hat diese schon bewiesen, dass sie ein bisschen etwas von ihrem Fach verstehen. Deshalb: Googeln Sie Ihre Google-Profis! Das Gleiche gilt für freiberufliche SEOs. Diese haben vielleicht sogar (eigene) Projekte, die Sie Ihnen als Referenz nennen können. Agenturen sind jedoch aus verständlichen Gründen ihren Kunden gegenüber zur Verschwiegenheit verpflichtet und geben in der Regel keine Referenzen heraus.

 

Zweites Wort, das Sie hinterfragen sollten: „machen“

Welche Techniken wendet Ihre SEO-Agentur an? Handelt es sich um etwas angestaubte, seit den letzten Panda-Updates sogar gefährlichen Techniken wie Webkatalogeinträge, Erstellung von Links aus Artikelverzeichnissen, Blogkommentar(spam)? Redet Ihre Agentur von einer Keyworddichte von 4 oder 5 Prozent, um das angestrebte Google-Ranking zu erreichen? Vorsicht! Suchen Sie sich besser einen anderen Dienstleister, der auf nachhaltigen Linkaufbau mittels Contentpartnerschaften, freiwillig gesetzten Links, durchdachtes Marketing in sozialen Netzwerken oder andere Techniken, die einen Linkaufbau, der auf Qualität statt Quantität setzt.

 

Drittes zu hinterfragendes Wort: „das“

Gibt es eine Absprache, welche SEO-Maßnahmen eingeleitet werden? Ist die Zahl der zu setzenden Links und aus welchen Quellen dies geschehen soll, definiert? Gibt es konkrete Absprachen, für welche Suchbegriffe welche Seite Ihres Webauftritts wann und wo bei Google und evtl. anderen Suchmaschinen ranken soll? Schreiben Sie die Ziele unbedingt in den Vertrag. Es gibt sogar schon einige Agenturen, die rein erfolgsbasiert arbeiten, die also erst entlohnt werden möchten, wenn das versprochene Ranking eingetreten ist.

 

2. „Junge Leute kennen sich besser mit dem Internet aus“

Sie möchten die Pflege Ihres Webauftritts jemanden anderen erledigen lassen, aber innerhalb des Unternehmens? Da gibt es doch den jungen Praktikanten, der hat sogar Wirtschaftsinformatik studiert, der müsste das doch drauf haben!

Diese Einschätzung könnte die Folge haben, dass Ihre Webseite bei Google an Sichtbarkeit verliert, weil der junge Wirtschaftinformatiker in seinem Studium eben nichts über Suchmaschinenoptimierung gelernt hat und nun auf gefährliche Techniken wie Blogspam oder massenhafte Links aus Social Bookmarking-Portalen setzt. In Deutschland gibt es nur wenige Studiengänge, die SEO zum Inhalt haben wie die AFS-Akademie in Berlin oder E-Commerce an der FH Wedel. Lassen Sie sich deshalb nicht von Uniabschlüssen oder dem Alter oder gar der Anzahl der Facebook-Freunde beeindrucken, all das sagt nichts über eine mögliche Qualifikation in der Suchmaschinenoptimierung aus!

 

3. Wir sind ein kleiner, regionaler Anbieter, da brauchen wir nur eine kleine „Web-Visitenkarte“

Sie glauben, Kompetenz und Qualität spricht sich von alleine herum? Das Internet sollte Ihren potentiellen Kunden nur den schnellsten Anfahrtsweg zu Ihnen und die Kontaktaufnahme per Telefon und Email aufzeigen? Eine kleine Webseite, die nur aus ein, zwei oder drei Seiten besteht reicht Ihnen aus und ist auch noch so furchtbar pflegeleicht? Hören Sie die Konkurrenz sich schon freudig die Hände reiben?

Warum möchten Sie  auf die Möglichkeit, potentielle Kunden, die nach Produkten oder Dienstleistungen, die durch Sie angeboten werden, auf Sie aufmerksam zu machen? Das funktioniert eben nur durch eine gute Suchmaschinenposition, die Sie mit umso höherer Wahrscheinlichkeit erreichen, umso umfangreichere Informationen Sie zu angebotenen Webseiten und Dienstleistungen bieten. Schaffen Sie lesenswerte, spannende, auch eventuell lustige Inhalte, dann sind Sie vielleicht bald kein „kleiner“ Anbieter mehr!

 

4. Einmal erstellt, und gut ist`s

Ein Webprojekt ist wie ein Haus: Es muss regelmäßig saniert, erneuert und einzelne Teile aktualisiert und ausgetauscht werden. Sie sollten Wert darauf legen, durch ein einfach zu bedienendes CMS (Content-Management-System) dauerhaft neuen Inhalt einpflegen zu können. Google legt mehr und mehr Wert auf „frische“ Inhalte. Sie verschaffen sich also durch eine fortwährende Aktualisierung, das kann durch einen Blog, eine News-Rubrik oder durch eine ständige Aktualisierung Ihrer Produktbeschreibung geschehen, Ranking-Vorteile gegenüber Ihren ebenfalls im Internet vertretenen Mitbewerbern.

 

5. Viel hilft viel!

Kommt Ihnen die Gestaltung folgenden Textes bekannt vor?

Wir als Kinderstuhl-Hersteller haben seit 37 Jahren Erfahrung in der Produktion und dem Vertrieb von Kinderstühlen. Auf unseren Kinderstühlen sitzen Ihre Kinder bequem und sicher. Wer sich für eine der führendsten Kinderstuhl-Hersteller Deutschlands mit jahrzehntelanger Kinderstuhl-Erfahrung entscheiden möchte, der kauft von Kinderstuhl Müller.
Der obige Text ist gleichzeitig überoptimiert (Raten Sie mal, für welches Suchwort die Firma bei Google oben auftauchen möchte?) und eine Qual für den geneigten Leser. Schreiben Sie für Ihre Kunden, nicht für Google! Google versteht mittlerweile auch Synonyme und kann auch ganz ohne Erwähnung eines suchwortes darauf schließen, ob ein Text für dieses Suchwort relevant ist oder nicht.

 

Sie benötigen keinen Profi-SEO für Ihr Unternehmen, wenn Sie folgende Grundregel beachten:

Gestalten Sie die Webseite Ihres Unternehmens so, dass sie umfassende Informationen über Ihre Firma und Ihre Produkte bietet, und das alles in einer interessanten, spannenden Art und Weise, die gerne auch andere, neue Elemente verwenden darf: Wie wäre es mit der Erstellung von nützlichen Videos? wie wäre es mit einem Podcast? Erstellen sie Grafiken, machen Sie lustige Fotos, die Sie in sozialen Netzwerken verbreiten, wenn es zu Ihrer Zielgruppe passt. Denken Sie ein wenig anders als die anderen und seien Sie immer einen Schritt voraus. Und im Notfall: Fragen Sie mich. Hier, hier und hier können Sie sich bei anderen SEO-Blogs über weitere verbreitete Fehler bei der Suchmaschinenoptimierung, ob für Unternehmen oder privaten Webseiten, informieren.

22. Mai 2014 von Oliver Krumes
Kategorien: SEO allgemein | Schlagwörter: , | Schreibe einen Kommentar

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