Linkbuilding 2014

Kann man einem solchen Blick widerstehen? Schwer. anders sieht es bei ähnlich angelegten Emails aus…

Linkverkauf ist schon lange geächtet bei Google, Linktausch geniesst mittlerweile auch den Ruf, zumindest im größeren Umfang ein No-Go zu sein, seitdem Google auch in Deutschland ein größeres Linktauschnetzwerk abgestraft hat und für die Generierung von Links von größeren Onlineportalen oder Zeitungen fehlt meist eine versierte PR-Fachkraft, zumindest wenn man als Einzelkämpfer auf der Mission zu besseren Google-Rankings unterwegs ist.

Die Wichtigkeit von Links nimmt zwar ab, aber immer noch stellen diese einen der wichtigsten Rankingfaktoren bei Google und Co. (die russische Suchmaschine Yandex ausgenommen, die künftig auf die Berücksichtigung von Links beim Ranking einer Webseite verzichten will)  dar.

Für viele SEOs und Agenturen bleiben Linkbettel-Emails der „Goldene Weg“ im Linkbuilding auf dem Weg zu qualitativen Links, ohne etwas im Gegenzug geben zu müssen (verlinkenswerter, qualitativer Content natürlich vorausgesetzt). Linkbettel-Emails sind Emailanfragen, bei denen nach der Verlinkung der eigenen Webseite gefragt wird, ohne im Gegenzug einen Link, eine Entlohnung o.ä. anzubieten.
Die Chance, mit einer höflichen Email an geeignete Webseitenbetreiber hochwertige Links und ggf. hilfreiche, wohlmeinende Kontakte zu generieren, ist durchaus gegeben, bloß sollte man die Fallstricke, die da auftauchen könnten, versuchen zu vermeiden…

Aber leider sind diese in vielen Fällen absolute Katastrophen, die der jeweiligen Linkbuilding-bzw. SEO-Agentur im schlimmsten Falle eher einen Imageschaden bescheren kann als Top-Links. Das Abmahnrisiko bei Emails, die allzusehr nach Spam aussehen, wird von vielen unterschätzt. Und da wären wir schon bei Punkt 1 der größten Fehler, die man bei Linkbettel-Emails machen kann:

Was interessiert mich, wie der Verantwortliche heißt?

Die Mühe, den Namen des jeweiligen Ansprechpartners herauszusuchen und diesen in die Anrede zu schreiben, lohnt in jedem Fall. Ich persönlich klicke Emails mit der Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“ oder „Sehr geehrter Websitebetreiber“ ungelesen weg. Bei Emails, die allzu sehr nach Spam aussehen, und das tun solche unpersönliche Anreden in der Regel, kann man, wenn der Angeschriebene mit dem falschen Fuß aufgestanden ist oder juristisch versiert ist, auch durchaus mit einer Abmahnung rechnen, die dann gut und gerne auch mal einen drei- bis vierstelligen Betrag kosten kann. Linkbuilding im Jahr 2014 sollte alle rechtlichen Fallstricke umschiffen.

 

2.Fehler: Man konstruiere einen leicht durchschaubaren „Wert“ der Verlinkung für den angeschriebenen Webmaster

Unsere Seite XY zum Thema Zahnzusatzversicherung für Studenten könnte für die Besucher Ihres Studentenportals eine wertvolle Orientierungshilfe sein

Bei leicht erkennbarem klar kommerziellen Hintergrund ist es für jeden denkenden Webmaster eine klare Unverschämtheit, eine solche Email zu erhalten, ohne zumindest ein Gegenangebot zu erhalten. Deshalb: Bei rein kommerziellen Webseiten, die womöglich noch reine Affiliate-Projekte sind, macht man sich mit Linkbettelemails auch in 2014 generell keine Freunde

 

3.Fehler: Man behaupte, gar nicht der Webmaster zu sein, sondern ein „begeisterter Besucher“ der zu verlinkenden Seite

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin Studentin und finde Ihre Website http://ab.de mit den Tipps für Studenten sehr hilfreich. Vielen Dank! Zur Ergänzung schlage ich Ihnen folgendes Studentenportal vor, das ich ebenfalls zur Informierung nutze, und zur Minijobsuche genutzt habe: http://www.abc.de Freundliche Grüße Marie XY

Diese Email erreichte mich letzte Woche. Ebenso eine Hoffnung auf ein Dummerle, der auf die Anfrage von „Marie“ eingeht. Welcher Webseitenbesucher macht sich bitteschön die Mühe, bei anderen Portalen anzufragen, ob man dort bitte diese Webseite verlinken würde? Seid im Linkbuilding und gerade bitte bei Linkbettelemails ehrlich, die Leute da draußen durchschauen mehr, als Ihr denkt!

Da wären wir schon beim nächsten Punkt:

 

4.Webseitenbastler männlichen Geschlechts, Nerds, SEOs: Gebt euch keine Frauennamen!

  • Sarah Schmidt
  • Hanna Müller
  • Sophie Meyer

So heißen die anfragenden „Damen“ in der Regel. Es kann durchaus sein, dass ich eine dieser Ladies zu Unrecht verdächtige, in Wirklichkeit ein Kerl zu sein, aber werden wir mal küchenstatistisch: Über 90 Prozent der Webmaster, SEOs und Internetworker sind männlich. Drei Viertel der Linkbettel-Emails (zumindest von denen, die ich erhalte) sind aber angeblich von Frauen verfasst.

Meine zugegeben etwas widersprüchliche Reaktion auf diese Tatsache: Ich lese mir Anfragen von Frauen meist nicht mehr durch, da wieder das oben genannte Ehrlichkeitsproblem auftaucht….

 

5. Bloß kein Blind-CC benutzen!

Wenn man schon auf den ersten Blick erkennt, dass die Email eines unbekannten Absenders auch an 30 andere ging, ist die Aufmerksamkeit schlagartig stark verringert. Ich weiß nicht wie es euch hier geht….

 

Kennt Ihr noch andere absolute No-Gos bei Linkbettel-Emails? Was haltet Ihr generell von solchen Emails? Was sind eure Tipps für erfolgsversprechendes Linkbuilding im Jahr 2014? Ich bin gespannt auf eure Anmerkungen….

Linkbuilding im Jahr 2014 – die 5 schlimmsten Fehler bei Linkbettel-Emails
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