Warum man seine Zielgruppen kennen sollte. Teil 1

Legen Sie den perfekten Köder für Ihre anvisierte Zielgruppe!

Legen Sie den perfekten Köder für Ihre anvisierte Zielgruppe!

…oder: SEO ist mehr als Onsite-Optimierung und Verlinkung

Kennen Sie die folgende Situation: In Ihrer Nachbarschaft steht ein Ladengeschäft bereits seit mehreren Monaten leer, das „Zu vermieten“-Schild scheint langsam schon staubig und verblasst, als von einem Tag auf den anderen sich ein neuer Mieter ankündigt: Es wird geputzt, gemalert und gehämmert, kurz: Der Laden ist vermietet. Sie malen sich nun schon aus, welches nette Cafe, welches Sushirestaurant oder welche geschmackvolle Bar die Infrastruktur des bürgerlich-akademischen Innenstadtviertels, in dem zumeist gut verdienende Menschen in sanierten Altbauwohnungen leben, bald verbessern wird.

Doch dann kommt der Tag der Eröffnung, und vor dem Laden prangen Schilder wie „2 Wiener Würste für 90 Cent“ oder „Bockwurst mit Kaffee für 1,50“. Sie wissen genau, dass dieser Laden bei den gesundheitsbewussten Bioladenkunden Ihrer Nachbarschaft nicht gut ankommen wird.
Ein  halbes Jahr später schließt der Imbiss, vermutlich nicht ohne dem Besitzer einen Haufen Schulden hinterlassen zu haben. Zerplatzte Träume sind die traurige Konsequenz solch unbedachten Handelns.

Genau wie im „realen“ Geschäftsleben ist auch im Internet die Lage, das Design, die richtige Ansprache der Zielgruppe und die richtige Taktik von großer Bedeutung für den geschäftlichen Erfolg. Doch verhält es sich in der Onlinewelt umgekehrt wie in der Welt der Ladengeschäfte: Erst durch das richtige Design, die richtige Zielgruppenansprache und die Taktik (sprich: Alleinstellungsmerkmal, technische und inhaltliche Gestaltung der Website etc.) kommt man zu einer guten „Lage“ im Google-Ranking.

Die Grundregel muss vor der Suchmaschinenoptimierung selbst deshalb lauten: Kenne deine Zielgruppe und sorge dafür, dass sie sich auf der Webseite wohlfühlt!

Die wichtigsten Punkte hierzu sind:

Domainname, der die Zielgruppe anspricht:

Verkaufen Sie Stützstrümpfe oder Hörgeräte? Hier macht sich ein englischer oder besonders „kreativer“ Name nicht gut. Sie laufen Gefahr, bei Domains wie „hear-better-shop.de“ von Ihrer Zielgruppe nicht verstanden zu werden. all das lässt sich teilweise durch den Inhalt der Webseite selbst ausgleichen, doch Sie wollen doch von Anfang an ein stimmiges Gesamtkonzept. Deshalb sollten Sie bei einem Webauftritt, der sich an die ältere Generation wendet, einen nüchtern-sachlichen generischen Begriff wie „mein-hoergeraet.de“ verwenden oder aber auf einen eingängigen, kurzen Fantasienamen zurückgreifen.
Auch bei einem Angebot für jüngere Menschen sollte man möglichst nicht, wenn es sich nicht um ein Angebot für Muttersprachler handelt, nicht auf englische Domainnamen zurückgreifen. Bei Konstruktionen wie my-xy.de“ kann man heute schon zuordnen, dass diese wahrscheinlichvor etwas 4 bis 5 Jahren registriert wurden, als irgendjemand diesen fragwürdigen Trend losgetreten hat.

 

Logische und übersichtliche Navigation:

Die Besucher Ihrer Webseite sollten innerhalb von ca. 5 Sekunden wissen, worum es auf Ihrer Webseite geht. Das kann durch ein verständliches, leicht einzuordnendes Logo geschehen, durch eine klare Gliederung der wichtigsten Themen der Webseite auf der Startseite (es ist mittlerweile etwas old-fashioned und aus SEO-Gründen auch nicht mehr notwendig, einen kompletten Überblick über alle auf der Webseite behandelten Themen auf der Webseiten zu geben, es ist übersichtlicher, nur die wichtigsten Themenkomplexe anzuschneiden. Die Startseite ist Ihre Möglichkeit, den Besuchern und potentiellen Kunden Lust auf den Besuch der Unterseiten und Lust auf Ihr Produkt zu machen – das sollten Sie nützen.

 

Farbgestaltung:

Bei Webseiten hat sich eine eher helle Gestaltung mit vielen weißen Bereichen und zur Akzentsetzung blau (wirkt beruhigend und Vertrauen erweckend) und grün (steht für Ausgeglichenheit, Balance, Gleichgewicht) bewährt.
Mehr über die richtige Farbwahl bei Webseiten erfahren Sie hier.
Kristen Morrison von Ereachconsulting hat ein interessantes Videos zum Überblick über die Wirkung, die die Wahl von Farben auf die Besucher haben kann, gemacht. Sie geht auch auf kulturelle Unterscheide ein:

15. Januar 2014 von Oliver Krumes
Kategorien: Marketing | Schlagwörter: , , | Schreibe einen Kommentar

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